UWG Information zum Antrag Glyphosat      

UWG Information zum Antrag Glyphosat      

Bau und Umweltausschuss am 11.4.2018

Sehr geehrter Herr Jürgens,

folgende aktuelle Ergänzungen  zum Thema Glyphosatverzicht auf städtischen verpachteten Flächen möge man den Ausschussmitgliedern weiterreichen.

In der GROKO wurde Anfang 2018 festgelegt, dass man den Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln schnellstmöglich beenden will. Schnellstmöglich sollte auch der Bau- und Umweltausschuss den gesundheitsschädlichen Wirkstoff Glyphosat auf seinen städtischen Flächen verbieten und den Verbraucher schützen. Die Landwirte sollten ebenfalls einsichtig und verantwortungsvoll handeln, Bioware sollte auch  aufgrund der Nachfrage das Ziel sein, große Discounter möchten jetzt schon ihr Sortiment auf pestizidfreies Gemüse und Obst umstellen.

Bio-Boom und kein Ende

Für Marktforscher ist Bio „der erfolgreichste Trend überhaupt“. Fast 10

Milliarden Euro gaben Deutschen im vergangenen Jahr für ungespritztes

Obst und Biofleisch aus. Und das Wachstum hält an. Quelle Handelsblatt 2/2018

Laut BUND lassen sich bei rund 70 Prozent der Deutschen Rückstände von Glyphosat im Urin nachweisen. In einer Langzeitstudie konnte das Umweltbundesamt nachweisen, dass die Belastung mit Glyphosat in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist.

In Brot und Brötchen werden regelmäßig Rückstände von Glyphosat gefunden.

Das Unkrautvernichtungsmittel steht im Verdacht,das Hormonsystem zu beeinflussen

und so möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Glyphosat ungeborene Kinder schädigen und zu Missbildungen führen kann.

Schon die ersten Studien zu Glyphosat, bevor Monsanto andere Gutachten in Auftrag gab und bezahlte, belegten den Verdacht, dass Glyphosat krebserregend ist.

In Laborversuchen hemmt es Funktionen der Zellen und begünstigt

Mutationen.

In Tierversuchen mit Mäusen und Ratten zeigte sich der Anstieg an bösartigen Tumoren nach dem Kontakt mit dem Wirkstoff.

Studien aus Kanada, USA und Schweden weisen darauf hin, dass Menschen, die Glyphosat ausgesetzt sind, ein höheres Risiko haben, an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken.

Quelle: BUND

In Deutschland ist ein Ende des Bio-Booms nicht abzusehen.Nach einem Rekord- Umsatzplus für Biowaren rechnen Branchenexperten mit einem kräftigen Wachstum für ökologisch erzeugte Lebensmittel.Der Umfang der ökologisch bewirtschafteten Äcker und Weiden sind im Vorjahr um 10 Prozent auf 1,375 Hektar gestiegen. 8,2 Prozent der gesamten Fläche bewirtschaften damit Deutschlands Biobauern. Jeder 10. Hof macht Bio stellte

derVorsitzende des Bundes Ökologischer Landwirtschaft, Felix Prinz zu Löwenstein, fest. Von dem anhaltenden Bio-Boom profitieren Verbraucher, Supermärkte, Discounter und natürlich die Landwirte.

Quelle: Wirtschaftswoche 2/ 2018

Glyphosat ist ein Beispiel für das aktuelle Versagen der deutschen Politik beim Schutz der Menschen vor gefährlichen Stoffen. Chemikalien, bei denen sich der Verdacht erhärtet , dass sie besonders besorgniserregende Eigenschaften haben, sollten durch andere Maßnahmen ersetzt werde

Der Verbraucher stellt sich schon lange die Frage, wem seine politischen Vertreter mehr Schutz gewähren: Konzerninteressen? Interessen der Landwirte, die weiterhin Glyphosat als Allheilmittel einsetzen wollen? Oder unserer Gesundheit?

Durch politischen Willen kann Meerbusch eine Glyphosatfreie Kommune werden, viele andere Kommunen haben diesen Schritt schon getan zum Wohl ihrer Einwohner, insbesondere mit Blick auf unsere Nachkommen.

Daniela Glasmacher                       Lothar Keiser

UWG Meerbusch

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